Begriffsbestimmung INDUSTRIE 4.0 (I40)

Im Jahr 2011 wurde der Begriff INDUSTRIE 4.0 als Bezeichnung für die massenhafte Verbindung von Informations- und Kommunikationstechnologien mit der industriellen Produktion durch Forschungs- und Promotorengruppen in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und Politik geprägt. Der Zusatz 4.0 charakterisiert die Auswirkungen dieser Entwicklung als potenziell revolutionär und steht in direkter Tradition zu den drei bisherigen industriellen Revolutionen. Mit der digital vernetzten industriellen Produktion befassen sich seitdem auf internationaler Ebene verschiedene Initiativen, beispielsweise das Industrial Internet Consortium in den USA oder die Industrial Value Chain Initiative in Japan.

Werfen wir einmal einen Blick auf die bis dato verwendeten Begrifflichkeiten …

  • INDUSTRIE 4.0 REIFEGRAD ist ein Indikator, der zeigt:

    #1 STATUS QUO der DIGITALEN TRANSFORMATION im Unternehmen (und das BRANCHEN-neutral)

    #2 der Weg hin zu INDUSTRIE 4.0 ist für jedes Unternehmen individuell (und das BRANCHEN-unabhängig)

    #3 INDUSTRIE 4.0 stellt einen wesentlichen Ausbau der digitalen Kompetenzen und Fähigkeiten in den Unternehmen dar und geht mit Veränderungen in weiten Teilen der Organisation einher

    #4 Aufgrund der Komplexität von INDUSTRIE 4.0 kann von einer – in der Regel mehrjährigen – Transformation gesprochen werden. D.h. aber auch, die Planung und Umsetzung sollte so gestaltet sein, dass sich im Verlauf dieser Transformation kontinuierlich positive Effekte auf die Rentabilität – also auf Wachstum und Effizienz – ergeben

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  • INDUSTRIE 4.0 beschreibt die zukunftsorientierte Fabrik
  • INDUSTRIE 4.0 – Produkte kommunizieren mit Maschinen und Anlagen um den nächsten Fertigungsschritt festzulegen
  • INDUSTRIE 4.0 – Mensch & Maschine werden „eins“ und ergänzen sich – kollaborativ
  • INDUSTRIE 4.0 ist der ultimative REIFEGRAD konsequenter Digitalen Veränderungsprozesse in den Unternehmen
  • Digitale Veränderungsprozesse – Digitale Daten und Informationen werden in Echtzeit aus dem gesamten Unternehmen zusammengeführt, analysiert und in Handlungsempfehlungen konvertiert.

    D.h. auch, Handlungsempfehlungen werden nicht mehr zwingend an Mitglieder oder Fachleuten aus der Branche adressiert und führen direkt zur Disruptiven Innovation

  • Digitale Daten und Informationen – strukturierte und unstrukturierte Daten werden in immer größer werdenden Mengen in den Unternehmen gesammelt, vorgehalten und analysiert.
    Strukturierte Daten – tabellenförmig in Spalten und Zeilen vorgehalten stehen diese insbesondere in Form von Stamm- und Bewegungsdaten in allen gängigen ERP Systemen bereit.
    Unstrukturierte Daten – neben Maschinen-, Sensor oder GPS-Positionsdaten zählen auch Informationen aus sozialen Netzen und Bilddaten dazu. Diese Daten sind reine „Bits und Bytes“ ohne erkennbare Struktur.

    Mit diesem exponential wachsenden Datenaufkommen – auch BIG DATA genannt – werden neue Herausforderungen an Speicher und Analysewerkzeuge gestellt.

  • Disruptive Innovation beschreibt einen Prozess, bei dem ein Produkt oder eine Dienstleistung ihren Anfang in einer zunächst simplen Anwendung am unteren Ende des Marktes nimmt, unaufhörlich nach oben aufsteigt und später dann den etablierten Wettbewerber ersetzt

    Beispiel: iTunes – dieser Handelsraum wurde von Branchenfremden ohne vorheriger Erfahrung im Musikgeschäft geschaffen, der die bisherigen Handelsstrukturen über kurz oder lang dem sicheren Aussterben aussetzte

  • Disruptive Innovation kostet Arbeitsplätze – schafft im Gegenzug jedoch deutlich mehr neue innovative Jobs
  • Disruptive Innovation ist die logische Konsequenz getrieben durch die Bedürfnissen der Kunden
  • Disruptive Innovation wird somit ein zentraler Aspekt für die Zukunft des Unternehmens
  • Disruptive Innovation betrifft alle Bereiche im Unternehmen – entlang der Wertschöpfung und unter Einbezug der Supply Chain
  • INDUSTRIE 4.0 wird immer wieder in direktem Zusammenhang mit dem „Internet der Dinge und Services“ gesehen – im angloamerikanischen Sprachraum auch „Industrial Internet of Things [IIoT]“ genannt

INDUSTRIE 4.0 beschreibt die zukunftsorientierte Fabrik.  Digitale Daten und Informationen werden in Echtzeit aus dem gesamten Unternehmen zusammengeführt, analysiert und in Handlungsempfehlungen konvertiert.

 

Treibende Kräfte sind somit:

  • der Kunde und seine Anforderungen

  • Auslastung und Produktivität

  • Streben nach Effizienz und Effektivität

 

Stichwort „MENSCH & MASCHINE“

Die Mitarbeitenden in den Unternehmen werden immer mehr zu ENTSCHEIDERN und Vorbereiter für ENTSCHEIDUNGEN. Die Fertigkeiten und Talente der gut ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen sind mehr und mehr durch Daten,  Informationen und leistungsstarke Systeme derart zu unterstützten, dass schnell und effizient die Arbeit getan werden kann. Mehr noch – schnell und effektiv neue Gegebenheiten so gemeistert werden , dass diese nicht zu kritischen Herausforderungen mutieren. „Mensch & Maschine“ rücken damit  zusammen – mit dem Ziel „80% der Arbeit“ übernehmen die Systeme – 20% verbleiben für die „kognitive“ Leistungsstärke der Leute. Das ist AGILITÄT.

Die Verknüpfung von Mensch, Maschine und Systematik wird somit eine entscheidender Faktor für die Standortsicherung in Deutschland sein. 

An vielen deutschen Produktionsstandorten herrscht heute noch die „alte Ordnung“ der industriellen Fertigung. Ein klassische Infrastruktur aus separaten Systemen wie ERP, MES, CRM  und Automatisierung. Maschinen und Systeme stellen die Prozesse sicher, sind aber nicht ausreichend integriert, um nahtlose Abläufe ohne manuellem Eingriff durch die Mitarbeitenden zu garantieren.

„Digitale Veränderungen“ schafft den notwendigen Vorsprung!

Hier setzt INDUSTRIE 4.0 an:

Moderne „Datendrehscheiben“ sammeln und liefern AUTONOM  notwendige Daten und Informationen – strukturieren, analysieren und liefern den ENTSCHEIDERN die notwendige 360Grad Sicht auf die gesamte Informationsinfrastruktur im Unternehmen.

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Digitale Veränderungsprozesse schaffen Raum für neue innovative Arbeitsplätze und rütteln an hierarchischen Strukturen in den Unternehmen

Stichwort INTRALogistik

Betrachten wir einen Gabelstaplerfahrer – im alten System macht dieser seine Fuhre, sucht seinen Weg durchs Lager und verlädt schließlich das Transportgut. Er meldet seinem Vorgesetzten  fehlende Teile ggf. noch den aktuellen Bestand per Laufkarte. 

Ist das Fahrzeug defekt, hat unser Fahrer der Service-Abteilung gegenüber Meldung zu machen oder sich gleich selbst um Ersatz kümmern.

Werden Teile falsch eingelagert oder etikettiert, wird schon mal falsche Ware verschickt.

Diese Beispiele zeigen wie an vielen kleinen Stellen „Reibungsverluste“ wegen fehlender Durchgängigkeit der Abläufe bzw. im Informationsfluss zu unnötigen Verzögerungen oder Stillständen führen.

Hier greift INDUSTRIE 4.0: 

Sensor-, GPS- und Bewegungsdaten der Maschine sorgen  für die notwendige Überwachung von Zuständen in Echtzeit.

Mithilfe von Analyse-Technologien wird vorausschauender Service und damit vorbeugende Instandhaltung die Ausfallwahrscheinlichkeit auf nahezu Null reduzieren.

Über denselben Standard empfängt auch die Augmented Reality (AR)-Brille (oder auch Virtual Reality (VR) – Brille)  des Fahrers Daten und Informationen für seinen nächsten Auftrag.
Am Lagerort wird mittels „Brille“ autonom Richtigkeit und Menge des entnommenen Artikels in Echtzeit geprüft – der aktuelle Lager-Bestand quittiert und eine automatische Rückmeldung an den Werker initiiert – wieder in Echtzeit.
Genau jetzt wird von den übergelagerten Systemen nachbestellt, bevor der Vorrat zur Neige geht. 

Danach liefert die VR-/AR-Brille neue Arbeits- und Richtungsanweisungen sowie Einzelheiten rund um den nächsten anzufahrenden Lagerplatz und Auslagerauftrag.

Die Systeme halten für uns also Daten und Informationen nicht nur vor, sondern helfen uns effizienter unsere Arbeit machen zu können.

Stichwort: Digitalisierung steigert Produktivität

Losgröße „EINS“

Ein zentraler Punkt in metallverabeitenden Unternehmen ist  – neben der Planung von Maschinen- und Anlagen-Kapazitäten – die Vor- und Nachkalkulation zur Ermittlung der tatsächlichen Projektrentabilität. Gerade im Umfeld von Losgröße „EINS“ stehen neben Laufzeiten, Rüst- und Nebenkosten klar im Fokus. Je komplexer die zu fertigenden Bauteile werden, umso größer ist die Gefahr sich zu „verkalkulieren“.

Hier spielt INDUSTRIE 4.0 die Vorteile aus:

Die nahtlosen Integration von Konstruktion und Einkauf sowie Kalkulation und Controlling liefert die erforderliche Genauigkeit. Mit der Bauteilkonstruktion liefern die Systeme neben den Herstellkosten auch die „Zielpreise“ für eine „Make Or Buy“ Entscheidung im Einkauf und die optimale Fertigungsstrategie für die Arbeitsvorbereitung.

Das schafft TRANSPARENZ, EFFIZIENZ, EFFEKTIVITÄT und damit PRODUKTIVITÄT.

80% der Arbeit leisten die Systeme – 20% die Talente

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Auf den Punkt gebracht …

Im Unterschied zum Internet of Things (IoT) der Amerikaner, steht bei INDUSTRIE 4.0 der Mensch bei allen Überlegungen im Mittelpunkt.

  • Industrie 4.0 wird auch die Arbeitswelt fundamental verändern
  • Industrie 4.0 erfordert deutlich mehr Fachkompetenz im Management und spezialisierte Fachkräfte mit IT-Erfahrung
  • steigende Automatisierungsgrad in der industriellen Fertigung
  • intelligent vernetzten Maschinen, Produktionsabläufen und Services
  • Kalkulation – Einkauf – Produktion – Controlling rücken immer stärker zusammen
  • Am Ende gibt der Kunde den Takt vor – der Vertrieb ist also das zentrale Bindeglied zur eigenen Organisation
  • 2018 braucht die digitalisierte Arbeitswelt 50 Prozent weniger klassische Geschäftsprozess-Experten – dafür 500 Prozent mehr Kandidaten für digitale Schlüsselpositionen
  • Ende 2016 haben bereits viele Unternehmen Marktanteile verloren – ihnen fehlten Skills für die „Digitale Transformation“
  • bis 2018 verschieben sich die Kräfteverhältnisse zugunsten der Digital Worker
  • Industrie 4.0 ist Chefsache
  • Neue Organisation der Arbeit: Projekte statt Abteilungen

Die Daten liegen in fast allen Unternehmen bereit – es gilt sie jetzt in einen gemeinsamen zielgerichteten Kontext zu stellen

Digitale Veränderungsprozesse schaffen Raum für neue innovative Arbeitsplätze

Ziele von INDUSTRIE 4.0 sind somit:

Der Kalkulator ist sich sicher – der Einkäufer hat den Durchblick – der Controller ist zufrieden und am Ende weiß die Produktion, was zu tun ist.
Ganz automatisch … als Teamleistung  … eben SMART.

Das ist die Mission, die SEVISIO antreibt – jeden Tag – zum Wohl und Erfolg unserer Kunden!

Herzliche Einladung mit uns gemeinsam diesen Weg zu gehen – er ist kein leichter – aber sichert die Zukunft, ganz sicher!

Ihr

SEVISIO Team

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